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MFG Basel flies to Nördlingen

Es war Samstag, der 14. April 2017. Wetterprognose: positiv. Also nix mit Hamburg, 8.30 Uhr, wieder mal Regen… Zwischenstopp München, es ist ziemlich windig… oder Weiterflug nach Rom, die Sonne brennt. Wir brauchen kein Haarspray adäquat dem Werbespot. Wir fliegen mit der Motorfluggruppe Basel nach Nördlingen!

Nördlingen

Für alle, die nicht wissen, wo Nördlingen liegt: Wir haben Deutschland auf dem Schirm, mein Heimatland. Die Stadt liegt im Bundesland Bayern, im Regierungsbezirk Schwaben, Landkreis Donau-Ries und hat die Koordinaten 48° 51′ 2.937″ N 10° 29′ 22.166″ E.

Wikipedia sagt hierzu:
Nördlingen liegt im Nördlinger Ries, einem Einschlagkrater eines Meteoriten, der vor 15 Millionen Jahren in die Alb eingeschlagen ist. Der Krater hat einen Durchmesser von 23 bis 25 Kilometern; sein Rand ist ringsum als Hügelkette sichtbar. Durch die wissenschaftliche Erforschung des RiesEreignisses wurde Nördlingen weltweit bekannt.

Wie ich auch schon in diesem Blogpost schrieb, habe ich es nicht so mit geschichtlichen Kennzahlen, das überlasse ich lieber meinem Männchen Jan Bürgi, dessen dafür zuständige Hirnhälfte genau diese Kennzahlen viel leichter speichern kann. Bei mir scheint dieses Areal verkümmert zu sein oder wurde von der gegenüberliegenden Hirnhäfte vereinnahmt, um sich dem Sport zu widmen.
Kommen wir nun zum wirklich interessantesten Teil meines Berichtes, den Teilnehmern und dem eigentlichen Event. mfg basel

Am Morgen des besagten Tages fielen Jan und ich früh aus den Federn, hüpften in bequeme Klamotten, gönnten uns einen Kaffee um die Müdigkeit zu bekämpfen und ab ging es mit Sack und Pack nach Bremgarten. Der Flieger stand bereits ready for take off im Hangar und strahlte uns mit seiner roten Nase entgegen. Wir waren bereit zum Abflug, bis auf ein klitzekleines Hindernis: die menschliche Notdurft. Wir gingen hinüber zum Fliegerhorst, doch dieser war geschlossen. Also was blieb uns, wenn es vor Ort kein „Örtchen“ gab? Es war Mutter Natur, irgendwo zwischen zwei Hangars… ääähmmm… wie heißt die Mehrzahl von Hangar eigentlich? Hangars? Hangaren? Hangarusse? Im Zweifelsfall frage ich Dr. Google und der spuckt mir aus: die Hangars. Wieder etwas dazu gelernt.
Unser kleines Geschäft hatten wir nun erledigt, da ging doch prompt die Alarmsirene los… Nun aber schnell weg, rein in den Flieger und rauf auf die Piste. Bloß nichts anmerken lassen und in null Komma nix abheben. Wie gedacht, so getan. Und weg waren wir.

Über den Wolken, wo die Freiheit doch grenzenlos ist, laut Reinhard Mey. Ich stimme dem zu, wir waren lediglich unter den Wolken, die sich irgendwann in der Nähe von Nördlingen auflösten. Der riesige Krater tat sich auf, von oben durften wir ihn bewundern, kurz vor unserer Landung. Bei schönstem Sonnenschein erreichten wir dann den Flugplatz. Wir waren die Ersten, bezahlten brav die Landegebühr im Tower und warteten auf die Crews aus Basel. Ca. 30 Minuten später landete HB-CFN, mit Elke, Bernard und Thomas an Bord. Wow, so viele neue unbekannte Gesichter für mich und allesamt schwätzen Schwyzerdütsch… außer die Elke hat einen leicht schwäbischen Sound in ihrem Dialekt.

Zwischenzeitlich erhielten wir von der Crew der HB-PRM mit Lukas und Raphi die Nachricht, dass sie nicht mehr kommen würde, da der Primer nicht mehr arretiert werden konnte. Wie schade, aber vielleicht laufen Sie mir ja später einmal vor die Linse…

So, da waren wir also nur noch fünf fliegereibegeisterte Globetrotter, die in Nördlingen gestrandet… ääähhhh pardon, gelandet sind. Hier am Flugplatz konnten wir uns Fahrräder ausleihen, nur die Auswahl stellte uns vor leicht haarsträubende Unannehmlichkeiten.
Die ersten getesteten Drahtesel fielen schon einmal mit fehlender Kette und platten Reifen durch. Nach ein paar weiteren Versuchen hatte jeder sein Gefährt gefunden und so radelten wir Richtung Innenstadt.

MFG Basel

Dort angekommen, hielten wir erstmal nach einem Gasthaus Ausschau, denn der Hunger machte sich bemerkbar. Bevor uns der fallende Blutzuckerspiegel die gute Laune verderben konnte, musste etwas Essbares her. Kaum hatten wir uns in einem der zahlreichen Restaurants niedergelassenen, ging auch prompt (wieder) die Alarmsirene los. Ein Zeichen, dass die Suppe fertig ist,
meinte Bernard. Auf unser Essen mussten wir jedoch ziemlich lange warten, so dass die Sirene wohl doch nur eine Feuerwehrübung war.
Nachdem uns die Speisen dann doch positiv überraschten und wir gesättigt und zufrieden waren, ging es kurze Zeit später auf ein Käffchen in eine Cafeteria.
Beim Spaziergang durch die Stadt begegnete uns auch das Wahrzeichen Nördlingens, der ca. 90 Meter hohe Kirchturm der gotischen St.-GeorgsKirche, welcher auch „Daniel“ genannt wird. Das Innere der Kirche versetzte uns in Staunen und alle machten große Augen in diesem fantastischen Bauwerk.

Anschließend schnappten wir uns unsere Räder und strampelten noch schnell der alten Stadtmauer entgegen, welche wir unbedingt sehen wollten.

Wikipedia meint:
Die Nördlinger Stadtmauer ist die einzige Stadtmauer Deutschlands, die einen vollständig erhaltenen, begehbaren und überdachten Wehrgang besitzt. Sie umschließt die komplette mittelalterliche Altstadt von Nördlingen und ist auf einer Länge von 2,6 Kilometern durchgängig begehbar. Zur Stadtmauer gehören fünf Tore mit vier Tortürmen (Baldinger Torturm 1703 eingestürzt), elf weitere Türme und eine Bastion.
Da die Zeit bis zum geplanten Abflug schon recht knapp wurde, eilten wir im Stechschritt (Vorschlag von Elke) die 2,6 km rund um die Stadt in den alten Gemäuern entlang und wurden mit Gefühlen einer geschichtlichen Zeitreise belohnt. Es war einfach fabelhaft, wundervoll und großartig!

Schließlich machten wir uns auf zur Rückreise Richtung Flugplatz, lieferten unsere Fahrräder ab und waren schnurstracks ready for take off.
Am Flughafen in Basel trafen wir uns im Clubhaus Pintli zu einem thailändischen
Leibgericht, wonach sich letztendlich unsere Wege wieder trennten.
Fazit: Ein gelungener humorvoller eintägiger Ausflug im April mit Kaiserwetter, deutscher Geschichte und kleinen Pannen. Es macht Lust und Laune auf mehr!

MFG Basel

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Sonnige Grüße,

Conny

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